Im Wandel: die Druckverfahren
Mit der Erfindung des modernen Buchdrucks zum Ausgang des Mittelalters hat sich nicht nur ein fulminanter Wandel vom Übersinnlichen hin zum Säkularen ergeben. Mithin und damit verbunden ist auch die Entwicklung und Verfeinerung des Buchdrucks. Parallel zur Entwicklung der modernen Wissenschaften flossen die gewonnenen Erkenntnisse auch in die angewandten Wissenschaften, sodass am Ende nicht nur die Techniken für die Brust OP und die Fibromyalgie, sondern auch der Buchdruck fortentwickelt wurde. Es ist wie in vielen anderen Bereichen auch: Alte Verfahren wurden durch neue Druckverfahren abgelöst sowie immer weiter verfeinert. Dies zeigt sich insbesondere auf dem Feld des Buchdrucks und der Druckverfahren. Genau aus diesem Grund nun ein Überblick auf die Hauptvertreter der verschiedenen Verfahren.
Hochdruck: das alte Verfahren
Mit der Erfindung des Buchdruck ist vor allen Dingen ein Name verbunden: J. Gutenberg. Ihm gebührt die Ehre, den entscheidenden Schritt bei der Erfindung des Buchdrucks unternommen zu haben. Er ist es, der den Hochdruck erfunden hat. Dies gilt jedenfalls hierzulande. Dieses Einschränkung sei deshalb erwähnt, da vermutlich schon im fernen Osten und wesentlich früher mit dem Buchdruck nicht nur experimentiert, sondern auch der Druck ganz praktisch zum Einsatz kam. Typisch für den Hochdruck ist es, dass hier die Druckform so gestaltet ist, dass auf dessen Oberfläche die Letter abstehend aufsitzend. Es ist dann dies auch der Bereich, auf dem letztlich die Druckfarbe aufgetragen wird. Die druckbaren Bereiche stehen also ab, die nichtdruckbaren liegen vertieft. So einfach ist das Prinzip – einfach, aber bis in die Gegenwart bewährt, muss man sagen.
Tief gedruckt mit dem Tiefdruck
Der Name sagt es eigentlich schon: Bei diesem Verfahren wendet der Drucker das Gegenteil des oben beschriebene Verfahrens an. Die Verwendung wie auch die Technik scheint auf den ersten Blick etwas umständlich und zuweilen etwas schwieriger zu sein – aber dennoch lassen sich mit dem Tiefdruck ganz erstaunliche Druckergebnisse erzielen. Im Wesentlichen fußt dieses Verfahren darauf, dass man die Druckform nicht mit herausstehenden Lettern versieht, sondern diese in die Form prägt. So wird die Druckform vor dem Druck mit viel Druckfarbe versehen. Im Anschluss daran nimmt man den Rakel und versucht die auf der Druckform liegende Farbe abzutragen – alles, was sich dann noch in den Vertiefungen an Farbe befindet, wird für den Druck benutzt. Wenn jetzt der Anpressdruck stimmt, dann reichen die Kräfte der Adhäsion aus, um die Farbe auf das Papier zu bringen – ein einfaches Prinzip, aber funktional.
Auf dem Prüfstand: der Flachdruck
Sicherlich zählt dieses Verfahren zu den sehr trickreichen Druckverfahren: Betrachtet man es das erste Mal, dann kommt man nicht umhin , festzustellen, dass dieses Verfahren seine Raffinesse hat. Im Grund kann man sagen, dass auf diesem Verfahren noch viele andere Verfahren aufbauen: Allein der Offsetdruck wie auch der Polyfoliendruck gehören zu den bekannteren Vertretern des Flachdrucks.
Das Flachdruck-Verfahren ist in seiner Funktion schnell erklärt. Im Wesentlichen geht es bei diesem Verfahren darum, aus dem lipophilen und lipophoben Eigenschaften von Oberflächen einen Nutzen für den Druck zu erzielen. Druckbare wie auch nichtdruckbare Bereiche befinden sich hier auf einer Ebene – wie gelangt nun die Druckerschwärze auf das Papier. Es ist im Grund sehr einfach. Denn man unternimmt hier Folgendes: Jene Bereiche, die späterhin den druckbaren Bereich ausmachen, die werden zuvor so behandelt, dass ihre Eigenschaft lipophil ist. Der Bereich, auf dem nicht gedruckt werden soll, besteht besitzt die Eigenschaft, lipophob zu sein. Und so kann der Druck seinen Verlauf nehmen.
Noch ein Druck – und kein Ende in Sicht
Sicherlich wird sich auch weiterhin in Sachen Druckverfahren so einiges tun. Das Rad der Zeit bleibt dann eben doch nicht stehen. Zwar wird durch die zunehmende Digitalisierung vielleicht in Zukunft auf die eine oder andere Zeitung verzichtet – aber dies ist ja nur ein Bereich, in dem Druckverfahren eine wichtige Rolle spielen.